Ein kleiner Abstecher nach Belize

lyrical king

Endlich ist es geschafft! Nach fast drei Jahren hier und mit dem Wunsch, Belize zu sehen, der schon mehr als 20 Jahre als ist. Ich war dort!

Ein Kurzurlaub von vier Tagen auf Ambergris Caye, die Insel, die der letzte Fortsatz der Yucatan Halbinsel nach Belize rein ist. An- und Abreise von Playa sind bequem mit dem Nachtbus nach Chetumal und dann dem Flugzeug von Corozal nach San Pedro, Ambergris Caye. Alles in allem habe ich für den einfachen Weg nicht einmal 8 Stunden gebraucht, mit allen Wartezeiten beim Umsteigen eingerechnet. Ich bin also um Mitternacht losgefahren und war vormittags schon bei der Tauchschule und hätte ohne Probleme die Tauchgänge am Vormittag noch mitmachen können. Äusserst bequem, sie bieten Doppeltanks an, fahren aber nach jedem Tauchgang an die Basis zurück. Kann man ohne Probleme so machen, wenn das Barriereriff sprichwörtlich vor der Haustüre liegt. Fahrtzeit ist nur wenigen Minuten zu den verschiedensten Riffen.

Ich lies mich zu einer Kombination aus Tauchen mit anschliessendem Schnorcheln an der Shark Ray Alley überreden – denn eigentlich bin ich kein Schnorchler. Wurde aber entschädigt, weil ich Korallen gesehen habe, die ich sonst noch nirgends um Playa herum gefunden habe. Haie und Rochen an diesem Tag nur wenige – drei Ammenhaie und fünf Rochen, die einige Minuten um uns rum waren. Sichtweiten ok, aber der Regen versaut im Flachwasser einiges- wir waren grad mal 10 m tief.

Am Samstag dann Doppeltauchgang am Mesoameriakanischem Riff, echt wow, keine Strömung, eine Wohltat, wenn die ganze Gruppe individuell abtauchen kann, ohne dass man Angst haben muss, einzelne Taucher driften ab. Beim Abtauchen von 4- 5 Ammenhaien umschwommen worden, das war mein Highlight. Sichtweiten sehr gut, auch wenn wieder keine Sonne war, aber so an die 40m waren es sicher. Sehr artenreich und schön und vielfältig bewachsene Riffe, die nicht versandet sind. Fischschulen gibt es zwar auch nicht so dicke wie in Playa an Jardines, aber das ist ja auch ein Ausnahmetauchplatz.

Auf der Wunschliste für das kommende Urlaubchen: Blue Hole, Boca Ciega, Caye Caulker, Turneffe Elbow……

Und hier ein paar Impressionen über und unter Wasser

Für den Taucher, der bei seinem Aufenthalt, einen Abstecher nach Belize machen möchte, biete ich die entsprechenden Ausflüge (Ausflug Blue Hole jedoch wetterabhängig) an; mit und ohne persönlichem Guide, idealerweise mindestens zwei Tage – eine Übernachtung, wahlweise kann auch Tikal, Guatemala, angehängt werden, damit man auch etwas Kultur mitbekommt. Anfragen wie immer unter Christine bei MareNostrum.ws.

Hunde Elend

Heute mal aus aktuellem Anlass; beim Nachhauseradeln habe ich Ecke 20ter mit 8er, da wo wirklich der Verkehr vorbeirast, dieses kleine Häufchen gefunden. Ich konnte einfach nicht weiterfahren! Ein kleiner Hundemann, dem irgendjemand trockene Kekse hingebröckelt hat und da sass er auf seinem Hinterteil, weil er nicht mehr richtig stehen kann. Ich musste ihn einfach mitnehmen, konnte nicht wegsehen, nicht einfach weiterradeln.

Peaches

Die Entscheidung fällt in einer Sekunde, irgendwie werde ich es schon schaffen, irgendwie werde ich das Geld und den Platz auftreiben, also erstmal mit mir mit. Zuhause hat er – ich habe ihn Peaches getauft, in der Hoffnung, dass seine Haut bald glatt wie ein Pfirsich sein wird – eine Drittel Dose Hundefutter gefressen, ich habe ihn mit dermatologischem Hundeshampoo gebadet und dann mit Wäremflasche in die Handtücher gesteckt. So schläft er nun seit einigen Stunden schon. Als er einmal aufgewacht ist, ging’s brav vor die Tür und dort hat er Geschäftchen gemacht. So eine süsse Handvoll.

In Playa haben vor einigen Monaten zwei Enthusiasten ein Hundeheim aufgemacht. The Peanut Pet Shelter. Mit Andy und Jen habe ich mich dann auch in Verbindung gesetzt und sie haben sich bereit gefunden, Peaches aufzunehmen. Ich werde sein Sponsor sein und hoffentlich kann er, wenn er gesund ist, an eine liebe Familie vermittelt werden.

Leider ist in Playa das Elend der Hunde sehr gross. Der Normaltourist sieht das nicht, wenn er im Resort bleibt oder nicht weit weg von der 5ta Avenida – dort werden alle streunenden Hunde weggefangen, ins städtische Hundeheim gebracht und nach ein paar Tagen, falls niemand sie auslöst, eingeschläftert. Aber auch Hunde, die einen Besitzer haben, haben es oft nicht gut. Hieran kann man sehr deutlich sehen, dass Mexiko bei weitem noch keine „Industrienation“ im Sinne des wohlbehütet, wohlversorgt und versorgenden Staates ist. Viele leben so knapp am Existenzminimum, dass der Hund sich selber irgendwie durchschlagen muss, versorgt kann er nicht werden. Darüber hinaus beobachte ich oft ein sehr harsches, grobes Verhalten den Tieren gegenüber, sie werden geschlagen, an kurze Leinen im Hof festgezurrt, werden nie Gassi geführt. Kurz, ein echtes Hundeleben.

Da heute der Geburtstag meiner Patenkinder (eigentlich ist es ja nur die Julika, aber der Paul ist auch mein Schatz) ist und ich ihnen keine grossen Geschenke kaufen konnte, so widme ich ihnen Peaches und das Geld kommt ihm zugute. Ich weiss, Hilfe aus Deutschland zu leisten ist schwierig, aber wer gerade um die Weihnachtszeit an mich denkt, gern mal wieder ein Bierchen mit mir getrunken hätte oder einfach so helfen möchte, kann sich mit mir in Verbindung setzen. Geldspenden sind natürlich das Ideale und ich garantiere persönlich, dass alle zu 100% dem Tierheim zugute kommen. Einfach für die Details eine email an mich: Christine bei MareNostrum.ws. DANKE