Höhlentauchen im Paradies der Riviera Maya, Mexiko

Im Grottenbereich mit Doppeltanks habe ich in der Zwischenzeit mehr als 500 Tauchgänge und alles in allem über 3000 Tauchgänge in den verschiedensten Umgebungen und Bedingungen. Aber heute geht es um den 100. Höhlentauchgang, den ich am 28. September 2009 gemacht habe; dies erhöht die Gesamtzahl meiner Tauchgänge in den Cenoten auf über 600.

Normalerweise bin ich ja kein Zahlenfreak, aber Jubiläen muss man feiern, wie sie fallen und so bin ich also an diesem besonderen Tag mit meinem Auto zum System Tajma-ha gefahren und habe einen beeindruckenden Tauchgang gemacht.

Buena Vista Einstieg

Eingestiegen bin ich in dieses Höhlensystem in Buena Vista. Dies ist upstream der Cenoten- Grottenleine gelegen und normalerweise von dort aus mit der Drittel- Regelung erreichbar, wenn man einen nicht zu grossen Luftverbrauch hat (ok, ich rechne als Frau :-). Ich wollte jedoch diesmal noch weiter upstream gehen und eine neue Höhlenleine ausprobieren.

Der Abstieg gestaltet sich etwas rutschig und die Spalte ist so niedrig, dass ich mich bücken muss, und das macht es ideal, dass ich mit meiner sidemount Ausrüstung gehe und somit nicht die beiden Tanks auf dem Rücken nach unten bringen muss. Ich komme am Spätnachmittag an und bin überrascht, wie lichtdurchflutet der Eingangsbereich ist. Hatte ich doch gefürchtet, dass aufgrund der späten Stunde der Abstieg zum Wasser hin schon etwas düster sein könnte. Über Stock und Stein geht es in den nördlichen Bereich der Wasserfläche. Die Leine ist wie üblich bei reinen Höhlentauchgängen gleich im Freiwasser angemacht und gemäss meinem Plan geht es in nördlicher Richtung los. Offensichtlich ist hier seit längerem niemand mehr getaucht, die Leinenmarkierungen sind wie mit braunem Puderzucker überzogen. Die Räume sind relativ gross, so dass eigentlich keine sidemount Konfiguration notwendig wäre, aber als Solo- Tauchgang gibt sie mir die notwendige Redundanz in der Luftversorgung (und bequemer ist es sowieso). Der Stein ist sehr weiss mit anfangs sehr wenig Tropfsteinformationen und extrem weich, so dass sogar meine Ausatemblasen eine Menge – hm – Perkolation (wie ist da nun der deutsche Name – ich meine das Abrieseln von losem Gestein, Sediment von der Decke) verursacht. Ganz deutlich kann ich das am Rückweg sehen, da immer noch feinstes Sediment wie eine Nebelspur entlang der Leine schwebt. In diesem Tauchgang bin ich alle jumps nach links abgetaucht und habe schon gesehen, dass in östlicher Richtung ein wahnsinnig schöner dekorierter Raum ist. Das hebe ich mir für das nächste Mal auf.

Ach ja, zum heutigen Zeitpunkt habe ich bereits meinen Wiederholungstauchgang in Buena Vista gemacht, die Spool gefunden, die ich damals verloren hatte und die östliche Richtung ausgekundschaftet. Grotten- geil, wenn ich das mal so sagen darf. Definitiv etwas, das ich gerne wiederholen werde.

Happy Christine

Grossaugen- Krötenfisch

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Batrachoides gilberti, aus der Familie der Krötenfische.

Dieses Foto wurde an unserem Riff Barracuda aufgenommen, ich weiss gesichert von einem weiteren Exemplar, welches ich bei vielen Tauchgängen immer in seinem Loch antreffen kann und einen dritten habe ich einmal in einem Loch auf 30 m in Moc-che Tief gesehen.

Das sagt mein Bestimmungsbuch dazu:

Häufigkeit und Verbreitung: Selten im Bereich der Karibischen Küste von Zentralamerika (Belize- Panama). Nicht nachgewiesen in der restlichen Karibik

Lebensraum und Verhalten: Bewohnt flache Hafengewässer, Mangrovenlagunen und Öffnungen von Buchten; gelegentlich in Riffe. Kann in Süsswasser eindringen. Liegt häufig bewegungslos in seinem Schlupfwinkel, nur der Kopf schaut daraus hervor.

Ich bin glücklich und weiss, nur wen man eine Ahnung über das Vorkommen und Verhalten von Fischen hat, fällt einem natürlich auf, wenn etwas ungewöhnlich ist. Alles in allem, eine kleine Sensation, denn es bedeutet, dass ich einen sowieso sehr seltenen Fisch eine Verbreitung nördlicher als allgemein bekannt nachgewiesen habe. Ich glaub, ich werde das mal melden.

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Christine